Was will Anwalt des Kindes in Hamburg?

Kinder bzw. Jugendliche müssen in allen sie betreffenden gerichtlichen und be­hördlichen Verfahren als gleichbe­rechtigte Rechtspersonen anerkannt wer­den, denen eine eigene Rechtsvertretung zusteht.

Die Vertretung von Kindern bzw. Jugendli­chen in gerichtlichen und be­hördlichen Verfahren muß grundsätzlich durch ein inter­disziplinäres Team aus juri­stischen, psycho­logisch/ pädagogischen Fach­leuten beste­hen.

Die Kinder bzw. Jugendlichen brauchen auch einen psychologisch/päd­agogischen Beistand während der sie be­treffenden Ver­fahren, besonders bei Zeu­genaussagen in Strafverfahren (z.B. sexu­ellem Mißbrauch).

Ein Team ist deswegen erforderlich, weil ein einzelner Erwachsener in der Regel nicht in der Lage ist, die Interessen des Kin­des bzw. Jugendlichen als gleichbe­rechtigt wahrzu­nehmen und zu vertreten.

Bei Sorge- und Umgangsrechtsentschei­dungen darf nicht gegen den Willen des betroffenen Kindes entschieden werden.

Die gewachsenen Bindungen des Kindes müssen geschützt werden. Das Kind hat ein Recht auf Beziehung zu beiden Eltern, wenn es dies wünscht.

Das Kind darf nicht zum Streitobjekt im Scheidungsverfahren gemacht werden. Grundsätzlich ist von der bleiben­den Verant­wortung beider Elternteile für ih­re Kin­der auch nach der Trennung auszu­gehen.

Es geht nicht um die Rechte der Erwachse­nen (Sorge-, Umgangsrecht), son­dern um die Rechte des Kindes auf best­mögliche Ent­wicklung, Erhalt und Pflege der gewachse­nen Bindungen und ausrei­chende Betreuung und Versorgung.